Tierverhalten - Ihr Verhalten !

Oftmals spiegelt das Verhalten des Tieres nur wider, was wir als Menschen selbst dem Tier bewusst oder in den meisten Fällen unbewusst vermitteln. Dies wird vor allem durch unsere eigene Stimmung sowie Körpersprache ausgelöst. Sind wir gestresst – ist auch das Tier gestresst. Tiere nehmen unsere Emotionen auf und reagieren unterschiedlich darauf. 


Tiere sind soziale Wesen – sie leben größtenteils in Herden, Rudeln oder Familienverbänden zusammen. Diese Zusammenschlüsse funktionieren jedoch nur durch fortlaufende Kommunikation untereinander. Wir Menschen deuten Verhaltensweisen jedoch oft falsch bzw. setzen bei den Tieren voraus, dass sie sich uns automatisch anpassen. 

Manche Menschen glauben sogar, dass z. B. ein Hund die Kommandos „Sitz“, „Platz“, „Hier“ oder „Bei Fuß“ von Geburt an beherrscht. Sie vergessen, dass Tiere nicht als an unsere Gesellschaft angepasste Lebewesen auf die Welt kommen, sondern dies genauso lernen müssen, wie wir es als Kinder auch erst gelernt haben. 

Ebenso zeigt ein aus dem Tierschutz aufgenommenes Tier oft grundsätzlich kein dankbares Verhalten, was sich einige Menschen aber offenbar erhoffen. Allein der Transport sowie der Ortswechsel ohne vorherige Gewöhnung an die betreffenden Halter sowie das sofortige Eingliedern in unsere häuslichen und gesellschaftlichen Regeln löst häufig sogar Ängste bei dem betreffenden Tier aus, welches es vorher gar nicht kannte. 
Menschen neigen auch dazu, ihr Tier allein über die Rasse zu definieren - nicht über seine individuelle Persönlichkeit. Das führt auch sehr oft zu großen Missverständnissen zwischen Mensch und Tier bzw. dazu, dass das Tier über- oder unterfordert wird. 
Ebenso wichtig ist es zu wissen, dass mögliches Problemverhalten auch organische Ursachen haben kann. Permanentes Unwohlsein oder Schmerzen können natürlich auch zu einem unerwünschten Verhalten führen. 


Dazu kommt, dass wir Menschen oftmals nicht die Gabe haben, von Natur aus sowohl geduldig als auch liebevoll und konsequent zu sein. Wie oft lassen Hundehalter ein Zerren an der Leine doch zu? Natürlich immer mit einer entsprechenden Ausrede dabei. Diese beruht häufig auf Dingen, die unsere eigene Bequemlichkeit zeigen. Das Gesamtresultat davon ist jedoch, dass wir dem Tier gegenüber keine Verlässlichkeit und Souveränität aufzeigen. Dies ist aber das Wichtigste für das Zusammenleben mehrerer Tiere und damit auch das A und O für ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Tier. 

Meine Aufgabe ist es dabei zu helfen, dass aus dem Tierverhalten und dem Ihr-Verhalten ein WIR wird. 

Ein Team, dass aufeinander achtet und damit gemeinsam erfolgreich aktiv sein kann !

Erlaubnis nach § 11 TierSchG